Unsere Fremdprojekte im Jahr 2018 waren:

Lehramtsstudierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bieten an verschiedenen Grund-, Mittel- und Realschulen Musikunterricht zur Förderung des Spracherwerbs an. Dabei wird Musik gezielt als Medium eingesetzt, um Sprachbarrieren zu überwinden, Brücken zwischen Kulturen zu schlagen und Prozesse der Integration in der Gruppe anzustoßen. Musik ist der Schlüssel, um der sprachlichen Heterogenität in den Klassenzimmern positiv zu begegnen.

Im Kinderzirkus GECCO erlernen Kinder und Jugendliche Zirkustechniken wie Akrobatik und Jonglage, Hula Hoop, Einrad fahren, Clownerie und Magie. Ziel von GECCO ist es, bei den beteiligten Kindern Schlüsselqualifikationen wie Eigenverantwortlichkeit, Teamgeist,  Selbstvertrauen und Zuverlässigkeit zu fördern. Das Erlernte präsentieren die Heranwachsenden in zwei Galavorstellungen der Öffentlichkeit. 2018 nahmen drei Schulen, drei offene pädagogische Einrichtungen aus den südlichen Stadtteilen sowie erstmals auch zwei Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Flüchtlingshintergrund teil.

Für viele kleine Besucher des Aktivspielplatzes in der Tunnelstraße ist eine warme Mahlzeit nach der Schule nicht selbstverständlich. Die Erzieherinnen des Aktivspielplatzes bereiten darum zusammen mit den Kindern ein Mittagessen zu. Täglich werden 30 – 60 Portionen gekocht, die Kinder lernen dabei neben grundlegenden Kenntnissen über die Zubereitung von Speisen auch viel zum Thema gesunde Ernährung. Die veraltete Küche des Aktivspielplatzes war den täglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen und wurde durch die Spende der Bürgerstiftung komplett erneuert. 

Das Projekt „Utopia – die Stadt, in der ich leben möchte“ wurde im Rahmen eines Schüleraustauschs von Martin-Behaim-Gymnasium, Pirckheimer-Gymnasium und Wilhelm-Löhe-Schule mit der Chanqing Schule Nr. 1 in Wuhan (China) durchgeführt. Die Schüler*innen setzten sich mit der jetzigen Wohn- und Lebenssituation in ihrer Stadt kreativ auseinander und arbeiteten Möglichkeiten einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung mit dem Schwerpunkt auf Verkehrssituation, Gesellschaft und Ökologie aus. Gleichzeitig erlebten sie die Situation aus dem Blickwinkel einer anderen Kultur durch den Besuch der chinesischen Städte Wuhan und Hongkong und durch die Zusammenarbeit mit den chinesischen Austauschpartner*innen. Die BSN beteiligte sich an Reise- und Aufenthaltskosten.

“Stadt für alle” war ein Festival der Stadtentwicklung „von unten“. Das Festival bildete den Status quo verwaltungsunabhängiger Stadtentwicklung in Nürnberg ab. Zunächst luden lokale Akteur*innen (Quellkollektiv, Kerzenwerkstatt, Wohnzimmer zur Mitte, Bluepingu, Institut für angewandte Heterotopie, Urban Lab,...) zu sich ein und stellen ihre Arbeit und ihre Ideen in verschiedenen Formaten vor. Zum Abschluss wurde ein Symposium im Z-Bau Nürnberg organisiert. Dort wurden in Workshops konkrete Werkzeuge zur Aneignung urbaner Räume vermittelt, es wurden beispielsweise „Stadtmöbel“ gebaut.

Für das Papiertheater von Johannes Volkmann war die GIPFELKONFERENZ DER KINDER ein Höhepunkt der letzten fünf Jahre. An der Gipfelkonferenz waren vom 20. – 30. September über 70 Kinder und Jugendliche von 12-19 Jahren aus 10 Ländern beteiligt. Nach der Eröffnung an der Straße der Menschenrechte wurde die Konferenz im Germanischen Nationalmuseum durchgeführt, die anschließende Ausstellung fand im Künstlerhaus statt. Parallel tagte ein Fachkräfteforum im Caritas Pirckheimer Haus. Zu den einzelnen Veranstaltungen der zehntägigen Konferenz wie z.B. der rituellen Sammlung von Plastikwaffen oder einem neuen Papiertheaterstück kamen Hunderte von Zuschauer*innen zu den verschiedenen Veranstaltungsorten.

Die Autorin und Grafikerin Birgit Osten kam mit ihrem Programm „Dürer und Klexi“ an mehreren Vormittagen in insgesamt zehn Klassen der Bismarckschule. Sie las den Kindern aus ihrem Buch „Dürer und Klexi“ vor, das den Kindern Albrecht Dürer und die Nürnberger Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten auf kindgerechte Weise vermittelt. Im Buch gibt es viele Ideen für kleine Künstler*innen, so dass die Kinder Lust auf die eigene Kreativität bekommen.

Der Schulgarten der Ludwig-Uhland-Grundschule lag seit Jahren brach. Mit Hilfe einer externen Künstlerin und der finanziellen Unterstützung der Bürgerstiftung ist nun ein Lesegarten entstanden. Inspiration für die Gestaltung war der märchenhaft anmutende, schlossartige Schulhausbau. Gemeinsam mit der Künstlerin fertigten die Schüler*innen eine lebensgroße Rapunzelfigur und weitere märchenhafte Elemente. Zum Sitzen und Lesen laden nun große Kalksteine ein, die Schüler nutzen den Ort und finden Muße, um in Geschichtenbücher abzutauchen. Bei diesem Projekt waren Schüler, Eltern, Lehrer und externe Kräfte (SÖR) beteiligt. So konnte die gesamte Schulfamilie als Gemeinschaft erlebt werden.

Ahamed Aeham ist ein syrischer Flüchtling, der 2013 mit viel Zivilcourage in den Ruinen der abgeriegelten Stadt Yarmouk gegen den Hunger protestierte und den Menschen mit seiner Klaviermusik Hoffnung gab. Nachdem der IS sein Klavier verbrannt hatte, spielte er weiter in Deutschland. 2015 wurde ihm der internationale Beethovenpreis für Menschenrechte in Bonn verliehen. Sein Nürnberger Konzert in der Kirche St. Ludwig, bei dem filmisch auch seine Geschichte erzählt wurde, wurde von der Bürgerstiftung mitfinanziert

Beim Projekt „Jugendatelier“ werden junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren dazu angeregt, eine sinnvolle und positive Zukunftsperspektive zu entwickeln. Die Jugendlichen können beispielsweise in der Holz-, Kreativ- und Nähwerkstatt tätig sein, sich dabei selbst erfahren und Erfolgserlebnisse bekommen. Ziel des Gesamtprojektes ist es, die jungen Menschen im Rahmen einer individuellen Förderung für eine eigene Lebensplanung und –gestaltung zu sensibilisieren und zu aktivieren. 

In der jährlich stattfindenden „Vesperkirche“ im Diakonie-Verein Nürnberg-Lichtenhof sind inzwischen über 500 Helfer*innen ehrenamtlich engagiert. Von der Öffentlichkeitsarbeit über Auf- und Abbau bis hin zur Essensausgabe und Reinigung gilt es, zahlreiche Aufgabengebiete abzudecken. Auch die begleitenden Zusatzangebote während der vierwöchigen Vesperkirchendauer im Beratungs-, Entspannungs- und Kreativbereich werden ehrenamtlich angeboten. Eigentlich ist die Mittagsmahlzeit für die Ehrenamtlichen natürlich kostenlos. Die BSN gleicht jedoch durch ihre Unterstützung die entgangene Einnahme für alle Ehrenamtlichen in dem gesamten Zeitraum aus.

Die Kinder und Jugendlichen, die den Jugendtreff WH-13 in Katzwang besuchen spielen sehr gerne Fußball. Die ideale Wiese dafür ist im Garten der Einrichtung auch vorhanden, allerdings fiel der Ball oft auf die angrenzenden Flächen eines Parkplatzes und eines Friedhofes. Damit die Besucher*innen des Jugendtreffs unbeschwert Fußball spielen können und die Nutzer*innen der angrenzenden Flächen zukünftig nicht mehr dadurch beeinträchtigt werden, finanzierte die BSN dem Jugendtreff einen höheren Zaun.

Der Post SV Nürnberg bietet an 22 Nürnberger Grundschulen in allen vier Jahrgangsstufen wöchentliche Basketballeinheiten an. Rund 600 Kinder nehmen pro Jahr mit ihren Schulteams an Spielen in der projekteigenen Grundschulliga teil. Dadurch, dass der Verein direkt an die Schulen geht, kann eine große Zahl von Kindern erreicht und motiviert werden, sich sportlich zu betätigen.

Kinder der 3. und 4. Klassen aus verschiedenen Herkunftsländern der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule singen wöchentlich in einem extra eingerichteten Chor. Was ist das Spezifische an dem Chor? Die Begeisterung der Kinder beim gemeinsamen Singen konnte schon bei verschiedenen Veranstaltungen der Bürgerstiftung erlebt werden. Die Bürgerstiftung finanziert den Einsatz der Chorleiterin.  

Peter A. Vorgel

Peter A.  Vorgel
Geschäftsführer der ;;;tsm total-sourcing-management

"Ich mag 'meine' Stadt, ich bin hier geboren und sie hat mir viel gegeben. Durch sie bin ich das, was ich bin. Etwas davon möchte ich zurückgeben, so dass auch Gemeinschaftsaufgaben erledigt werden können, ohne immer gleich nach dem 'Staat' zu rufen. Durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Nürnberg bin ich mir sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht und sinnvoll eingesetzt wird."