Unsere Fremdprojekte im Jahr 2016 waren:

Das Kunst- und kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) führte von Juni bis Juli 2016 anlässlich von zwei Sonderausstellungen im Nürnberger Spielzeugmuseum zum Thema "Bitte Lächeln - Kinderfotografien in Nürnberg" und des Bild-, Film- und Tonarchivs des Nürnberger Stadtarchivs zum Thema "Kameraindustrie und Fotoeinzelhändler in Nürnberg" erstmals ein intergeneratives Medienprojekt mit Schülern und einer offenen Seniorengruppe durch.

Die gleichzeitige Laufzeit beider Ausstellungen bietet die einmalige Gelegenheit, sich inhaltlich mit dem Thema der technischen Entwicklung fotografischer Möglichkeiten in Nürnberg und der Anwendung dieser lnnovationen in der Studio- und der Privatfotografie am Beispiel der Kinderfotografie auseinanderzusetzen.

12 Neuntklässler mit Wahlpflichtfach Kunst der Sperber-Mittelschule und 15 SeniorenInnen aus dem offenen Seniorentreff Südstadt-West, Siebenkeesstraße werden gemeinsam in das Projekt eingebunden.

Bei den Schülern wird das Projekt in den Kunstunterricht integriert und inhaltlich intensiv darauf eingestimmt. Die Schülergruppe wird von Frau Sylvia Günther M.A. betreut. Sie ist Kunstpädagogin und Lehrerin an der Sperberschule. Als delegierte Lehrkraft ist sie Mitarbeiterin des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg.

Die Seniorengruppe wird von Frau Dr. Annette Scherer betreut. Sie ist Kunsthistorikerin und Kulturgeragogin (Muse - Senioren Kunst vermitteln) und arbeitet als freie Mitarbeiterin für das KPZ.

Geplant sind sieben Termine mit jeweils 90-minütigen Einheiten für Besuche der beiden Ausstellungen, gegenseitige Besuche (Senioren in der Schule und Schüler im Seniorentreff) und gemeinsame Erarbeitung der Themenstellung im Senioren-Treff.

Neben der Vermittlung der lnhalte der Ausstellungen sollen sowohl die theoretische als auch die praktisch-künstlerische  Auseinandersetzung der Schüler und Senioren mit dem Thema Fotografie im Mittelpunkt stehen.

Einstieg und Grundlage für das Kennenlernen wird die Aufforderung sein, sich selbst, seine Familien oder Freunde mit Fotos vorzustellen. Dabei werden die Handys und Selfies der Schüler den Fotografien aus dem Besitz der Senioren gegenübergestellt.

Folgende lnhalte sollen in theoretischen und praktischen Einheiten behandelt  werden:

  • Fotografie - analog oder digital, schwarz-weiß oder farbig?
  • Ausstattung: Handy,  Tablet, Fotoapparat.
  • Studiofotografie, Knipsbilder.
  • Selfies & Co: inszeniert oder spontan?
  • Wann wurde früher und wann wird heute fotografiert?
  • Wer steht hinter der Kamera?
  • Wer steht vor der Kamera?
  • Wie wurden und werden Menschen in Szene gesetzt?
  • Was passiert mit Fotografien (Fotoalben, Fotobücher, Festplatte, Stick)?

Bei der praktischen Arbeit wird von jedem Teilnehmer des Projekts unter der Maßgabe "Jung porträtiert Alt" bzw. "Alt porträtiert Jung" ein Fotoporträt erstellt.

Das Projekt soll Schüler und Senioren den gewandelten Umgang mit dem  Medium Fotografie und dessen Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen.

Die Museumspädagogik setzt sich zum Ziel, die in den Ausstellungen aufbereiteten Sachzeugnisse aus der jüngeren Vergangenheit an die heutige Schülergeneration zu vermitteln - mehr als lediglich durch einen Ausstellungsbesuch.

Von den Senioren erhalten die Schüler lnformationen aus erster Hand über die frühere Bedeutung der Fotografie und können so besser über den rasanten Wandel reflektieren, den die Fotografie im digitalen Zeitalter erfahren hat.

Generell führt das generationsübergreifende Medienprojekt verschiedene Generationen zusammen und ermöglicht die gemeinsame Auseinandersetzung mit alten und neuen fotografischen Medien.

Die Bürgerstiftung Nürnberg unterstützt dieses intergenerative Medienprojekt auf Grund des Zusammenführens von "Jung" und "Alt" zu einer aktuellen Thematik und seines weitreichenden Vorbildcharakters.

Die Nürnberger Nachrichten / Nürnberger Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 14.07.2016 über dieses Projekt. Hier können Sie den Artikel im Intenet lesen.

Weiterhin berichteten die Nürnberger Nachrichten / Nürnberger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 30.07.2016 über den erfolgreichen Verlauf des Projektes. Hier können Sie den Artikel im Intenet lesen.

Der "Verein für Internationale Jugendarbeit, Ortsverband Nürnberg e. V." hat mit Unterstützung der Bürgerstiftung Nürnberg ein regelmäßiges niedrigschwelliges Angebot für geflüchtete Frauen im Rahmen eines offenen Frühstückstreffs eingerichtet.

Die gesetzten Ziele

  • Austausch der geflüchteten Frauen untereinander,
  • Etablierung von Kontaktmöglichkeiten,
  • interkultureller Austausch mit anderen Bewohnerinnen des Stadtteils,
  • Möglichkeit, Deutsch zu üben, zu hören und zu sprechen

wurden erfolgreich umgesetzt.

Neben dem gemeinsamen Frühstück fanden Kochangebote, gemeinsames Basteln und Handarbeiten sowie ein Deutschsprachkaffee statt. Um die Stadt besser kennenzulernen, wurden auch gemeinsame Stadtspaziergänge angeboten.

Das mittlerweile fest etabliertes 14-tägiges Angebot wird vor allem von syrischen Frauen genutzt und sehr geschätzt, insbesondere die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und damit verbunden der Kompetenzzuwachs in der deutschen Sprache und Kultur.

Ziel war es, Flüchtlinge durch den Prozess des künstlerischen Konzeptes der INNEREN STADT in die Gesellschaft zu integrieren. Die "Zusammenkünstler" arbeiteten mit Flüchtlingen, von denen jeder ein Bild von sich entwarf. Die Bilder wurden ausgestellt, Kontakt zu den Besuchern wurde hergestellt. Durch die bei der Ausstellung eingenommenen Gelder wurde bei der Finissage ein Gastmahl vorbereitet, bei dem die Flüchtlinge zu Gastgebern wurden.

Ein inaktiver Beamer wurde gekauft, um in den gymnasialen Klassen für Flüchtlingskinder und Kinder mit geringen Deutschkenntnissen ein anschauliches und zielgerichtetes aktives Lernen und Unterrichten zu ermöglichen.

Sechs Lesungen fanden in drei Seniorenheimen der Caritas durch "Spätzünder" statt. Mit großer Freude hörten die Bewohner zu und beteiligten sich aktiv.

Hier wurde die Veranstaltung zur 20-Jahr-Feier der vom Medienzentrum Parabol unterstützten Jugendradiomagazine "Funkenflug" und "Free Spirit" gefördert. Ziel ist die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen und Öffentlichkeits-arbeit.

110 Flüchtlingskinder an Nürnberger Schulen konnten durch eine Kombination von Musik- und Sprachförderangeboten intensiv und nachhaltig gefördert werden. 16 Studierende der Friedrich-Alexander-Universität arbeiteten in 560 Stunden mit den Kindern an Grund-, Mittel- und Realschulen.

Kinder der 3. und 4. Klassen der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule singen in einem professionell geführten Chor mit großer Begeisterung und viel Können. Bei verschiedenen Veranstaltungen der Bürgerstiftung trat der Chor auf und trug zum Gelingen bei.

Jasmin Etzel

Jasmin Etzel
Ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bürgerstiftung Nürnberg

"Warum ich bei der der Bürgerstiftung Nürnberg mitarbeite?"

"Dieser Spruch stand schon in meinem Poesiealbum und er stimmt: " Lebe fröhlich, lebe heiter, trage bei zu anderer Glück. Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück."