Unsere Fremdprojekte im Jahr 2015 mit einer gesamten Fördersumme von 4.667 € waren:

Gerade für Kinder ist das Gefühl von Heimat und Geborgenheit mehr als wichtig. Flucht bedeutet eine Reise ins Ungewisse und Kinder sind hier oftmals die Leidtragenden.

Um etwas Freude in den Alltag zu bringen und gemeinames Spielen zu fördern, startete das Familienministerium in Berlin eine Spielzeug-Aktion und wandte sich an Bürgerstiftungen in ganz Deutschland.

Da Integration und Kinderprojekte für die Bürgerstiftung Nürnberg eine Herzensangelegenheit sind, machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Einrichtung in Nürnberg, um an diesem Projekt teilzunehmen. Im September beschenkte so die Bürgerstiftung Nürnberg gemeinsam mit Bürgermeister Christian Vogel etwa 50 Flüchtlingskinder mit buntem Spielzeug von Lego.

Die Freude war bei allen Beteiligten sehr groß und auch Kinder, die anfangs sehr schüchtern waren, tauten langsam auf und freuten sich sehr über die neuen Spielsteine. Es fanden sehr schöne Begegnungen statt und gemeinsames Spielen mit einheimischen Kindern, die eingeladen waren, rundete den Nachmittag ab.

Am Ende war man sich einig, dass es eine gute Gelegenheit war, einander kennenzulernen.

Das Projekt, Lastenräder kostenlos ausleihen zu können, plädiert für ein Umdenken in der urbanen Mobilität und zeigt beispielhaft neue Formen der umweltfreundlichen Fortbewegung in der Stadt Nürnberg.

Nach der Registrierung auf der Website von FRIDOLIN kann jeder das Lastenrad für maximal drei Tage kostenlos buchen. Der Betrieb wird durch freiwillige Spenden für die Ausleihe des Lastenrades finanziert. Für die Initiierung dieses Projekts stellte die Bürgerstiftung Nürnberg Geld bereit.

Fachbegriffe und Formulierungen wie beispielsweise

  • „ Quadriere die Zahl…",
  • „Klammer vor Potenz, vor Punkt, vor Strich",
  • „Distributivgesetz",
  • „In einer Summe darf man die Summanden beliebig vertauschen, ohne dass sich der Wert der Summe verändert."

sollen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse beherrschen, bei denen oft Deutsch nicht die Muttersprache ist. Neben der Fachsprache müssen Texte aus dem Alltag in mathematische Modelle übersetzt werden.

Dieser Thematik widmet sich das Projekt „SuM- Sprache und Mathematik". Den Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufe, unter denen auch viele Migranten sind, wird eine reichhaltige Methodenvielfalt an die Hand gegeben, um den Gebrauch von Alltagssprache in der Mathematik und Fachsprache zu erleichtern.

Insgesamt haben 89 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teilgenommen. Unterstützt wurden die Lehrer der 5. Klassen von Tutoren, die für die Betreuung von der Bürgerstiftung ausgebildet wurden. Unterstützt wurde dieses Projekt zusätzlich mit 1450 € von Ergo direkt.

Ein engagiertes Team von sieben Jugendlichen im Alter von 17 bis 22 Jahren hat sich im Rahmen der ökumenischen Aktivitäten der beiden Südstadtgemeinden zusammengefunden und sich als Aufgabe gestellt, jungen talentierten Musikern und Künstlern ein Forum zu bieten und vor Zuschauern Bühnenerfahrung zu ermöglichen.

Weiterhin soll einer großen Gruppe von Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Liveauftritten durch sehr günstige Eintrittspreise ermöglicht werden. Hier können sie eigene Talente entdecken. Zudem besteht die Möglichkeit der ehrenamtlichen organisatorischen Mitarbeit.

An der Aufführung im Südpunkt waren etwa 250 Jugendliche unterschiedlichster Herkunft mit großem Erfolg beteiligt.

Für das kommende Jahr sind sind zwei Auftritte bei der "Blauen Nacht" und der "Cityrock im Südpunkt" vorgesehen.

Mimikri bietet im Projekt "Sprungbrett" Deutsch-Förderunterricht und interkulturelle Trainingsprogramme für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf den Berufsschulbesuch an.

Während des Sommerkurses sollen die Schüler neben dem gemeinsamen Lernen nun auch die Stadt, in der sie jetzt leben, besser kennen lernen und das Leben etwas genießen.

Besucht wurden u.a. das "Erfahrungsfeld der Sinne", es fand ein Picknick und eine Bootsfahrt auf dem Wöhrder See statt, Stadtführungen, Kinobesuche und Besichtigungen der Burg gehörten genauso zum Programm, wie das anschließende Eis essen.

Die Bürgerstiftung Nürnberg beteiligte sich an der Finanzierung dieses Stadtkennenlernprogrammes für Neubürger.

Die Mitarbeiter von SÖR - Servicebetrieb Öffentlicher Raum -  erklärten sich bereit, ausgemusterte Spielgeräte ehrenamtlich zu reparieren und sie für Flüchtlingsunterkünfte bereitzustellen.

Für das Material, das für die Reparatur der Geräte erforderlich war, stellte die Bürgerstiftung Nürnberg das Geld bereit. 

Die Grundschule der Herschelschule nimmt an dem Projekt "MuBiKin - Musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche" in Nürnberg teil. Ziel ist die musikalische Bildung an Grundschulen als Motor für einen ganzheitlichen Schulentwicklungsprozess.

Dieses Programm endet normalerweise nach der 2. Klasse. Durch die Finanzierung einer qualifizierten Chorleiterin durch die Bürgerstiftung Nürnberg kann die Schule die Arbeit mit diesem multinationalen Kinderchor auch in der 3. und 4. Klasse fortsetzen.

Heinrich Mosler

Heinrich Mosler
Ehemaliger Präsident der Handwerkskammer für Mittelfanken

"'Demokratie lebt vom Ehrenamt' hat Theodor Heuss, der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, einmal gesagt. Das galt damals und ist auch heute noch richtig. Das gilt für ein ganzes Land wie auch für jede Gemeinde. Und für das Handwerk genauso. Darum bin ich froh, dass es Einrichtungen wie die Bürgerstiftung Nürnberg gibt. Gerne unterstützt deshalb die Handwerkskammer für Mittelfranken im Rahmen ihrer Möglichkeiten die engagierte Arbeit der Bürgerstiftung Nürnberg."