Musiktherapie im Nürnbergstift, Sebastianspital

Projektbeschreibung

Im NürnbergStift, Sebastianspital, wird seit Oktober 2014 in zwei Gruppen eine Musiktherapie durchgeführt. Inhalt der Gruppenmusiktherapie ist vor allem gemeinsames Singen und aktives Musizieren, instrumental begleitet und geleitet durch eine Musiktherapeutin. Ziel der Einheiten ist die kognitive und emotionale Aktivierung der Bewohner, die Förderung von Kommunikation und sozialer Kompetenz sowie die Anregung von Kreativität. Persönliche Wünsche, Themen und aktuelle Jahreszeiten oder Ereignisse werden mit einbezogen. Alle Aktivitäten werden ausgeführt mit Rücksicht auf individuelle Grenzen: Bewegungseingeschränkte Senioren bekommen die Möglichkeit, ihre verbleibenden Fähigkeiten auszuprobieren bzw. zu entfalten und so ihr Selbstwertgefühl sowie ihre Ressourcen zu stärken, demente Menschen erhalten Gelegenheit, durch das Singen traditioneller Lieder tief in der Erinnerung verankerte Quellen zu entdecken.

Dieses Projekt wird von der Ernst und Berta Wurzer Stiftung unterstützt.

Jede Woche besuchte die Musiktherapeutin Annette Kiesewetter im Wechsel zwei Gruppen in drei Häusern des Pflegezentrums Sebastianspital in der Veilhofstraße. Inzwischen konnte sich viel netter, zwischenmenschlicher Kontakt zwischen ihr und den Heimbewohnern entwickeln.

Hier wird nicht nur mit Freude regelmäßig gemeinsam gesungen, sondern es passiert noch viel mehr. Die alten Menschen spielen dazu auf einfachen Rhythmusinstrumenten. Aber nicht nur Bekanntes, sondern sie improvisieren sogar  miteinander in der Gruppe oder im Dialog mit Frau Kiesewetter. Freude und Spannung bereitet das Erraten von Liedern oder alten Schlagern. Zu Musik vom Band kommt die Gruppe beim Sitztanz in Schwung, zuweilen wird auch mal eine Geschichte vertont.

In diesen Begegnungen geht es um viel mehr als nur Abwechslung:

  • Aktivierung,
  • Kommunikation (mit und ohne Worte),
  • Finden des eigenen Ausdrucks,
  • Stärken des Selbstwertgefühls,
  • Herausfordern des Gedächtnisses,
  • Raum für Erinnerungen, Spontanität und Kreativität etc.

Die Musiktherapeutin betont ihre Grundhaltung für diese Arbeit: „Jeder Mensch hier ist etwas Besonderes.“ Ab Juli übernimmt die Musiktherapeutin Anette Mahlberg die Gruppen.

Prof. Dr. Magdalena Michalak

Prof. Dr. Magdalena Michalak
FAU Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache/ Department Fachdidaktiken (Foto: FAU/Georg Pöhlein)

"Das Sommercamp bietet eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten in der Region: Die SchülerInnen können ihre sprachlichen und allgemeinen Kompetenzen erweitern und lernen mit der deutschen Sprache selbstbewusst umzugehen. Die studentischen Förderlehrkräfte sammeln wertvolle Praxiserfahrungen, die sie in ihrem späteren Berufsleben nutzen können. Das Projekt bietet uns auch die Möglichkeit, neue didaktische Ansätze für Deutsch als Zweitsprache und  den sprachbewussten Unterricht zu entwickeln und zu erproben."